Ans Meer denken

hilft mir auch an grauen Tagen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Schon verrückt, wenn man denkt, dass es einfach nur salziges Wasser ist. Aber es ist so viel Wasser, dass man schon wieder ins tiefe Staunen versinkt. Überhaupt: Wasser. Und was für ein merkwürdiger Ort für so unterschiedliche und oft ebenfalls merkwürdige Lebewesen.

Ich fühle mich im Wasser zu Hause. Auch wenn ich nicht besonders gut schwimmen kann. Und keineswegs so mutig bin, an jedem Strand ins Meer zu gehen. Ist es, weil ich das Meer so liebe, oder umgekehrt, weil ich zu denjenigen gehöre, die ihre unendlich weit zurückliegende Herkunft aus dem Wasser nicht vergessen haben (wo auch immer in meinem Körper diese Erinnerung gespeichert ist).

Im Wasser bewege ich mich mit dem ganzen Körper. Was sich besser anfühlt, als alles, was ich an Land mache. Natürlich stimmt das so nicht. Ich gehe schließlich auch mit dem gesamten Körper. Aber im Wasser habe ich alle Richtungen zur Verfügung (zumindest unter Wasser), ich fühle mich wendiger, auch wenn ich im Schwimmbecken am Ende meist nur in eine Richtung schwimme. Ich hatte mal angefangen, eine Kindergeschichte zu schreiben, in der plötzlich eine Stadt unter Wasser steht, und die Menschen dort fortan ihren Alltag schwimmend bewältigen. Wie geht man zum Beispiel ins Bett, ohne im Schlaf weg zu driften? Oder wie frühstückt man gemütlich Toastbrot mit Nutella? Vielleicht ist ja Ostern endlich mal Zeit, diese Fragen zu beantworten. Bis dahin wünsche ich mir und allen eine schöne kurze Woche!

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 3

  1. athenmosaik 15. April 2019

    Ich gehe auch gern ans Meer, noch lieber an grauen Tagen, da ist der Stadtstrand hier in Athen so leer. Ich vergesse auch immer wieder, dass das Meer hier so nah ist. Und wenn ich dann da bin, wundere ich mich wie eine solche große Stadt einfach so an diesem weiten und ursprünglichem Meer liegen kann. Liebe Grüße also aus Meernähe und eine schöne Woche!

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    • Stephanie Jaeckel 15. April 2019

      Wahrscheinlich gehört das auch zu meinen großen Wunschträumen, in einer großen Stadt am Meer zu wohnen. Im nächsten Urlaub werde ich mir diesen Traum zumindest teilweise und für ein paar Tage erfüllen, denn ich fahre von New York nach Los Angeles. Zwei riesige Städte an zwei unterschiedlichen Ozeanen: Was ein Luxus. Und ja: an grauen Tagen ist das Meer wundervoll. Grüß‘ es herzlich von mir!

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