Stille

Das Wunder der Menschwerdung geschieht nachts. Heimlich. Dass wir dazu übergegangen sind, ausgerechnet auf diesen Heiligen Abend, der Stillen Nacht, die große Tafel samt Geschenkeschlacht zu verlegen, ist im Grunde keine gute Idee.

Die christliche Botschaft lautet: Liebe. Oder, um es deutlicher zu formulieren: Liebe erst ermöglicht den Menschen. Liebe nicht als großes Verliebtsein, als Sehnsucht nach dem Anderen, nach Vervollkommnung oder Geborgenheit. Sondern Liebe ganz ohne Wenn und Aber zu einem hilflosen, nackten, schreienden Wesen.

Liebe ist es, die Licht ins Dunkel bringt. Und die wir weitergeben, in der Hoffnung, dass … (und hier kann jede/r seine größten Hoffnungen mitdenken). In diesem Sinn wünsche ich Euch und Ihnen alle eine gesegnete Weihnacht.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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