Unterwegs

Dieser Monat ist bei mir durchschossen von kurzen Arbeitsreisen. Zwei Tage hier oder da, dazwischen viel Zeit auf Flughäfen oder Bahnhöfen. Viel Zeit, Menschen zu sehen (wieso warten?), oder Stimmen zu hören: so saß gestern eine Frau neben mir, die, wenn sie sprach, zu einer großen Göttin wurde: eine raue, dennoch volle Stimme, dunkel, geheimnisvoll, sanft gleichzeitig und bestimmend. Sie sah eher unspektakulär aus, aber wenn sie sprach, war es großes (Hör-)Kino. Zum Glück kann ich jeweils bei Freunden übernachten, so dass die Termine jenseits der Arbeitszeiten eher vergnüglich sind. Aber auch hier gibt es natürlich die Tücken des Fremdseins: Wie bedient man nochmal diese Kaffeemaschine? Was piepst in der Küche (die übliche Verdächtige = Spülmaschine)? Wo um alles in der Welt haben sie Stifte? (Nö, haben keine. UNGLAUBLICH!!! Bei Freiberuflern liegen immer überall welche rum. Aber hier – pffffff). Aber dafür (tätä) sitze ich auf der Dachterrasse.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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