Abschied nehmen

Mittlerweile verbringe ich viel Zeit auf Friedhöfen, wenn ich meinen Vater im Rheinland besuche. Es scheint so, als sei mit 50 eine Schwelle überschritten. Ab jetzt beginnt der Abschied. Von denen, die mich erzogen und geprägt haben. Aber auf eine Art auch schon vom eigenen Leben. Melancholie, wenn es gut geht. Trauer und auch Angst an schlechten Tagen. Auf jeden Fall merke ich nach den Besuchen an den Gräbern, wie schön die Welt ist. Wie gerne ich lebe. Und wie schnell ich vieles übersehe, wenn ich im Alltag schwimme. Doch. Gelegentlich Auszeiten sind wichtig. Nicht nur fürs Wohlbefinden. Sondern zur Orientierung. Denn wer zu lange im eigenen Trott läuft, wird blind. Mindestens auf einem Auge.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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