Die Welt ist rund und der Mond ein Propeller

Auf rätselhafte Weise habe ich es dieses Jahr geschafft, alles Weihnachtliche bereits gestern erledigt zu haben. Gut, gekocht und gebacken wird „in time“ oder auch vor Ort, aber der Rest: Alles fertig – naja, ausser die vermaledeite Schreibtischarbeit, aber die schiebe ich für die nächsten Tage einmal ganz weit über die Kante…

Sofort kehrt Ruhe ein. Hier und da will sich noch mal schlechte Laune breit machen, aber nö. Tür zu. Die kann woanders rumoren. Ich fange an, das Jahr Revue passieren zu lassen. Und, als wolle mir dieses Jahr noch eine Freude machen, werden gerade noch ein paar Dinge rund, d.h. es gibt so etwas wie kleine Happy Ends in sehr alten Geschichten, die einmal nicht so rund endeten. Aber eben, manchmal ist das Leben eben doch ein Spiel auf Zeit. Sehr schön: Ich habe gleich eine Handvoll sehr sympathischer neuer Bürokolleginnen und Kollegen. Das gehört ja zu den großen Geschenken, denn ein Büro ist eben doch ein Lebensmittelpunkt und gute Leute da sitzen zu haben eine echte Bereicherung.

Ein Überraschungsgeschenk kam aus New York, von wo aus mir ein Künstler, über den ich geschrieben habe, ungefragt zwei Zeichnungen geschickt hat. Wow! Was für eine Großzügigkeit. Solche Momente geben mir das Gefühl, dass die Welt eben (manchmal) doch ein guter Ort ist. Und erst Kalifornien im Frühjahr! Davon zehre ich heute noch. Das Beste: für übernächstes Jahr hat der Freund, mit dem ich dort war, einen Road-Trip von New York nach Los Angeles vorgeschlagen. Soweit also alles im tannengrünen Bereich. Doch, ich bin froh. Auch wenn mir das Altwerden nach wie vor unheimlich ist. Ich habe die längste Zeit meines Lebens hinter mir und trotzdem klingt die eigene Stimme im Kopf nicht älter als zwanzig. Und wehe, da fliegen auch noch Schmetterlinge im Bauch! Menschsein auf diesem Planetenkarussell ist gar nicht so einfach. Jaja, soso. Erkenntnisse, die auch immer wieder im Kreis kommen. Euch einen schönen Vorfeiertagssamstag!

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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