Über Ausstellungen nachdenken

Oft genug fühle ich mich eingesperrt, kaum dass ich drin bin. Am schlimmsten ist es, wenn gepflegte Dunkelheit herrscht. Ich weiß. Viele Exponate hassen Licht. Aber dieses geheimnisvolle Aufleuchten der Exponate. Nö. Muss nicht. Vor allem nicht in Kombination mit Geräuschen, Musiken und was sonst noch seit Neustem akustisch in die Ausstellungsarena geschickt wird. Ich fühle mich gegängelt. Gut. Jajaja. Wir wollen nicht gegen den Strom schwimmen, weil viele andere auch unterwegs sind. Und die Kurator/innen haben sich oft was gedacht. Aber ich möchte hier und da auch was denken. Warum bleibt mir oft so wenig Platz? Schließlich bezahle ich (oft eine Menge) Eintritt. Ich schätze Helligkeit, Übersicht und Stille. Ich bin doch nicht in einer Achterbahn! O.K. Ich bin eine alte Schachtel. Vielleicht wollen andere was anderes. Aber gäbe es nicht Möglichkeiten, für alle möglichen Wünsche mehr Platz zu lassen? Ist es wirklich nötig, gerade Sonderausstellungen in immer engere Parcours zu zwängen. Ich denke nicht. Ideen?

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. Stephanie Jaeckel 20. August 2017

    O.K. Aber Ausstellungen aus dem All haben wir doch eher selten? Nein, im Ernst. Es geht mir nicht so sehr um den Grad der Beleuchtung. Ich weiß es auch zu schätzen, wenn mir das ausgestellte Material „sinnvoll“ oder in einer neuen Art und Weise präsentiert wird. Ich freue mich über Gedankenverbindungen, die ich so noch nicht hatte, oder auch, wenn Kuratoren Witz zeigen oder etwas Unkonventionelles probieren. Und ich weiß mitgelieferte Informationen durchaus zu schätzen. Doch je mehr Möglichkeiten der Gestaltung sich öffnen, desto enger wird der Rundgang. Oder je mehr Vorgaben da sind, desto kleiner wird mein Radius. Aber vielleicht stimmt es so auch nicht und ich könnte mich mehr auf Details konzentrieren?

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