Zufall

Der Zufall, so sagt es das Wörterbuch, widerfährt uns. Klar, was nicht geplant ist, passiert  einfach, fällt uns zu. Zufall ist der Gegenspieler von Ordnung und Plan. Er ist gleichermaßen gefürchtet und ersehnt. Zufälle sind das Salz in der Suppe, und sicher nicht zufällig erzählen die mittelalterlichen Hanswurstiaden gerade davon: wie eine unvorhergesehene Wendung die Geschichte auf eine ganz andere Spur bringt. Es scheint auch Menschen zu geben, die Zufälle anziehen. Ich habe den Verdacht, dass für mich rückwirkend viele Zufälle unsichtbar werden, dass mir das Zufällige folgerichtig erscheint, und eben gar nicht mehr zufällig. So fällt mir kein einziger Zufall mehr aus der letzten Woche ein, obwohl ich sicher bin, dass es mehr als einen gab. Was heißt, ich halte mal die Augen auf, vielleicht begegnet mir ja bald schon einer.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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