Leer sein

Eine merkwürdige, aber gar nicht so unangenehme Nachwirkung meiner Reise ist eine gewisse Leere, die sich in mir breit macht. Wörtlich. Sie scheint sich tatsächlich noch täglich auszudehnen und sich über ganze Bereiche, auch aktuelle Anlässe, zu legen. Sogar unangenehme Neuigkeiten werden auf diese Weise geschluckt, und ich bleibe erstaunlich gelassen, obwohl ich mich doch wieder prima aufregen könnte. Interessant, oder wie Mr. Spock sagen würde: Faszinierend. Mal sehen, wie lange diese Seelenruhe anhält.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 7

  1. volkerwiesner 7. Juni 2017

    Ich würde es Relativierung nennen. Zumindest ist dies eine sinnvoll scheinende Erklärung. Du hast Abstand zu dem gehabt, was sonst den Alltag ausmacht. Aber egal wie, es fühlt sich bestimmt zum einen gut an ( die Klarheit ), zum anderen natürlich leer. Zeit, eine neue Reise zu planen ;-). Oder ein neues Projekt.

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    • Stephanie Jaeckel 7. Juni 2017

      Ja, vielleicht ist ein Teil von mir noch in Amerika und schert sich einen Teufel darum, was auf meinem Schreibtisch losgeht. Gut so. Abstand ist im Grunde ein Zaubermittel für vieles. Statt neue Reisen gibt es jetzt erst mal neues Geld und zur Zeit beißen mich noch die alten Projekte in die Waden. Bloß nicht noch was 😉 …

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