Das Beste zum Schluss

Der letzte Tag ist wie der erste: ein Museumstag. War ich in San Francisco vom De Young Museum hingerissen, bin ich es heute vom Getty Center. Das Haus ist eine Mischung aus Klagemauer und Filmkulisse, der Ausblick fantastisch und dazu angetan, Los Angeles zumindest ein wenig zu begreifen, bzw. zu begreifen, warum man als Europäerin so verdattert darin rumfährt. Ich habe hier einen wundervollen Klunkerring gekauft, den ich im Berliner Sommer tragen werde. Doch, es fällt mir irre schwer, von Kalifornien Abschied zu nehmen. Das Land hat mich glücklich gemacht. Ich hatte selten so sehr den Wunsch wieder zu kommen, wenn ich noch an einem Reiseort war. Hier zerrt schon heute die Sehnsucht an mir. Nein. Es wird kein schönes letztes Abendessen geben. Ein Ringen mit dem Koffer ist angesagt. Damit auch jede Muschel, jedes Stöckchen einen Platz für die Rückreise bekommen. So, jetzt genieße ich noch ein bisschen die Kunst und vor allem den wundervollen Duft. Und dann, pffff.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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