Teamwork

Als Texterin bin ich oft Teil eines Teams. Während ich für meine eigenen Hörbücher arbeite, bin ich für ein paar Monate Kopf eines solchen Teams. Und da stellen sich Fragen. Wie kann ich ein Team für ein bestimmtes Projekt auf eine gemeinsame Linie bringen – oder muss ich das überhaupt? Wie kann ich eigene Vorstellungen beschreiben ohne schon zu viel vorzugeben? Wie viel Spielraum lasse ich den einzelnen Mitarbeiter/innen? Ist Ausdruck wichtiger oder Perfektion? Welche Fehler kann ich zulassen – oder muss es aus Geld- oder Zeitgründen sogar – welche muss ich unbedingt wieder rückgängig machen? Eine für mich wesentliche Erfahrung: Es gibt offensichtlich zwei Typen (also mindestens): Menschen, die eine feste Vorstellung haben und ihre Arbeit dann als gelungen ansehen, wenn sie so geworden ist, wie sie es sich ausgedacht haben. Und Menschen, die zwar auch eine feste Vorstellung von ihrer Arbeit haben, jedoch mehr Puffer und Räume für Überraschungen einplanen, so dass am Ende etwas steht, dass nicht so geplant war, aber eben genau deshalb richtig ist. Und daraus ergibt sich gleich noch eine Erfahrung: Es ist wichtig, aber nicht unbedingt einfach, Kunden und Auftraggeber von der zweiten Herangehensweise zu überzeugen…

Einsortiert unter: Allgemein

von

Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. Maren Wulf 22. Februar 2017

    Ich musste sehr lachen über deine Typographie, Stephanie: Gerade heute Nachmittag bin ich von der Perfektionistin zur überraschungszufriedenen Auftraggeberin geworden, die ernsthafte Zweifel verspürte, ob die gelieferten Fliesen wirklich die ausgesuchten waren, diese aber auch mochte und spontan beschloss, den womöglich nur eingebildet blasseren Sandton durch eine farbige Wand aufzumotzen. 😉
    (Das „Team“ auf dem Foto kann ich mir allerdings nicht schöngucken. Es sieht wie eine Ansammlung von Einzelkämpfern aus.)

    Gefällt 1 Person

  2. Stephanie Jaeckel 23. Februar 2017

    Oh, das habe ich auch mal – na, zumindest so ähnlich – erlebt. Ich hatte mir für die Küche eine Arbeitsplatte ausgesucht, die dann, während ich ein paar Tage weg war, von den netten Haushandwerkern eingebaut wurde. Nur leider falsch herum. Ich hatte die weiße Seite ausgesucht, die hatten aber die graue schöner gefunden. Tja. Nachdem ich mich eine Runde aufgeregt hatte, dachte ich, ich könne es einfach lassen und bin heute noch jeden Tag froh, die graue Seite oben zu haben. Sie sieht einfach sehr edel aus und ist wahrscheinlich auch noch weniger anfällig als eine weiße Fläche. – Das Team, tja, manchmal kann man sich die Fotomotive nicht aussuchen… Ich hätte vielleicht doch wieder meine Lieblinge aus Raumschiff Enterprise nehmen sollen…

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s