Lieblingsdinge

Ich kann aufräumen, so viel ich will. Es gibt einfach Dinge, die ich behalte, auch wenn sie eigentlich nur rumstehen. – Das Foto mag in die falsche Richtung weisen. Doch so ein praktischer alter Nussknacker ist für mich tatsächlich ein „Staubfänger“, denn ich bin allergisch gegen Nüsse.

Ich habe noch mein allererstes Kuscheltier. Ich habe Steine von allen möglichen Stränden, Bergen und (ähäm, ja) Fensterbänken. Ein silberner Serviettenhalter ist immerhin Sammelstelle für noch gültige Konzertkarten, es gibt Vasen, Glückschweine und eine Schublade, in der noch mehr Krimskrams darauf wartet, wieder ins Regal gestellt zu werden.

Sentimentalitäten? Oder sind solche, an sich unbedeutenden Dinge am Ende doch so etwas wie Erinnerungsspeicher oder Angelpunkte in eine Realität, die sich von mir aus gesehen ja immer nur verändert?

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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