Jahresrückblicke, Jahresausblicke, Analysen, Rekapitulationen. Doch, ja, ich sitze auch hier und überlege, was dieses Jahr für mich gebracht oder bedeutet hat. Welche Höhepunkte oder Desaster es gab, was ich daraus mitnehme, lerne vielleicht. Wichtig scheint mir, keine Schneisen zu schlagen, rückblickend Linien zu legen, wo keine sind, Zufälle überzubetonen, Muster zu suchen, Erklärungen zu finden. Weil ich den Eindruck habe, ich mache vorne zu, wenn ich das Erlebte zu sehr in Deutung überführe. Dennoch habe auch ich das Bedürfnis, ein gewisses Fazit zu ziehen. Mir aus den letzten Monaten etwas mit in die Zukunft mitzunehmen. Um mich nicht im Kreis zu drehen. Für bestimmte Situationen neue Türen zu finden. Oder neue, freundlichere Angebote an meine Mitmenschen parat zu haben.
Durch den Tod meiner Mutter hat sich einiges in meinem Leben geändert. Zum Guten. Was nicht bedeutet, dass ich froh bin, dass sie gestorben ist. Aber es war eben auch eine Befreiung. Jetzt bereitet sich mein Vater auf das Sterben vor. Er ist nicht krank. Aber schon sehr alt. Das berührt mich sehr. Dieses sich Rüsten auf das vollkommen Unbekannte. Natürlich ändert das auch meine Perspektive in die nächsten Jahre. Der Horizont rückt näher.

Sylvia Kling - Autorin 30. Dezember 2016
Dein Beitrag hat mich gerade sehr berührt und vieles von dem, was Du schreibst, ähnelt meinen Gedanken.
Ich wünsche Dir einen guten Jahreswechsel, einen hoffnungsfrohen Blick in das neue Jahr, Kraft und vor allem Gesundheit.
Herzlichst,
Sylvia
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Stephanie Jaeckel 30. Dezember 2016
Danke für Deine schnelle Rückmeldung. Ich wünsche auch Dir einen guten Start ins neue Jahr, Weitsicht, Liebe, ja, Gesundheit natürlich auch und unbedingt.
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