There we have the salad

Natürlich habe ich darüber gelacht, was Schüler/innen so in ihren Klausuren schreiben. (war heute auf Spiegel online zu lesen). Natürlich bin ich unbedingt für Fremdsprachenunterricht an den Schulen (egal welchen) und für ein „richtiges“ Lernen und nicht bloß für ein alle unterforderndes Sich-Herantasten ans Ungefähre. Dennoch möchte ich zu bedenken geben, dass Kinder, die solche Sätze basteln, oft diejenigen sind, die schneller in fremde Sprachen eintauchen. Eben weil sie nicht so eine Angst davor haben, krasse Fehler zu machen (ich gehörte leider zu letzteren und habe als noch sehr junger Mensch den Mund im Ausland kaum aufgemacht). Später war wahrscheinlich auch deshalb mein Englisch katastrophal und ich musste (und muss immer wieder) das harte Geschäft des Neu- oder Wiederlernens auf mich nehmen.

Eine erste Erfahrung mit dem Englischen hatte ich übrigens mit einer Polin. Das Tolle war: Sie sprach eigentlich genau wie ich. Ich meine: ich sprach einfach Deutsch auf Englisch und sie verstand mich. Mit Japaner/innen habe ich eine ähnliche Erfahrung gemacht, allerdings meist mit einem wesentlich reduzierterem Wortschatz auf beiden Seiten (es ging jeweils um Fachfragen). Ich sprach einfach das, von dem ich annahm, das könnte Englisch sein und bekam erstaunlich viele Antworten, mit denen ich etwas anfangen konnte. Und hier nochmal nein: Ich plädiere jetzt nicht für das Irgendwie im Sprachunterricht. Aber ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man auch mit grammatikalisch nicht abgesicherten Wortgebilden kommunizieren kann. Und dazu möchte ich jeder und jedem raten. Denn Sprachen lernen sich besonders leicht durch sprechen…

Filed under: Allgemein

von

Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s