Es mag ein idiotischer Zufall gewesen sein. Ein Mann mit blinder Zerstörungswut, ein Feiertag als gute Gelegenheit, das heißt, kein Terroranschlag. Trotzdem ist der Massenmord in Nizza gestern Abend ein terroristischer Akt. Wo ein einzelner die Menschen aus purer Wut terrorisiert, tötet, den Überlebenden die Angst in den Knochen stecken lässt, die Angehörigen mit Trauer überschüttet. Die politisch motivierten Terroranschläge zeigen, wie es geht. Wer will, ist ausdrücklich zur Nachahmung aufgerufen. Für Terroristen sämtlicher Couleur ist eine solche Einzeltat ein willkommenes Plus.
Wir können uns vor solchen Taten nicht schützen, ohne unsere Freiheit aufzugeben. Und auch dann können wir uns nicht schützen, weil wir in einem Käfig der Angst sitzen. Der Anschlag gestern hat gezeigt, wie dünn die Zivilisationsschicht ist. Freiheit, Demokratie, Gleichberechtigung, die Tugenden, die uns die französische Revolution in die Verfassungen geschrieben hat, sind nicht selbstverständlich. Wir müssen sie verteidigen. Allons…
