Freiheit, die ich meine

Als Kind war für mich die Sache klar. Freiheit hieß, den Erwachsenen nicht mehr gehorchen zu müssen. Unbegründete Verbote waren mir wie die Stangen eines Käfigs, ein bloßes Ja oder Nein eine Zumutung. Mit 18 waren mir diese Erfahrungen kaum noch bewusst. Ich hatte Pflichten und machte mir über Freiheiten wenig Gedanken. Nach und nach wuchs mir Verantwortung zu. Freiheit verlor sich hinter dem Horizont. Gedankenfreiheit, Meinungsfreiheit, Reisefreiheit, wie wenig selbstverständlich diese Dinge sind, dämmerte mir spätestens nach der Wende. Finanzielle Freiheiten lernte ich im Großen und Ganzen zu unterlaufen. Wird bei mir unter Luxus rubriziert. Freiheiten im Alltag nehme ich mir. Aber, und das frage ich mich in letzter Zeit häufiger, gibt es Freiheiten, die ich schon gar nicht mehr wahrnehme? Die ich ausblende, weil es zu schwierig wäre, sie zu gewinnen? Ich weiß es nicht, aber ich bleibe mir auf der Spur.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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