Glückwunsch! Dann scheint sich Ihr Kind ja bestens zu entwickeln. – Heute saß ich neben Großeltern, die ihrem Enkel einen Teller Reis mit Erdnusssoße verabreichten. Der Kleine war eigentlich schon ganz gut mit dem Löffel unterwegs. Aber ununterbrochen wiesen ihn Oma und Opa zurecht, er solle doch den Löffel nicht so voll machen. Ansonsten kleckere er ja nur. Er kleckerte zum Glück munter weiter, aber natürlich waren auch die Erwachsenen unermüdlich mit ihrem Besserwissern. Oma erklärte dem Kleinen nebenbei die Erdnüsse. Da sind Nüsse drin.- Nee, Oma. Keine Nüsse. Das sind Hülsenfrüchte. Hab‘ ich natürlich nicht gesagt. Nur gemerkt, wie unendlich anstrengend das Gequassel der beiden Erwachsenen war. Der Enkel hörte irgendwann auch auf zu essen, heulte dann aber in seinem Wägelchen, dass er noch Hunger habe. Ja, dem war es am Tisch wohl auch zuviel geworden. Die mochten ihren Enkel. Keine Frage. Der Kleine sah auch echt süß aus. Aber es war nicht zum aushalten. Für mich: kleine Flausen wie zu voll geladene Löffel akzeptieren (Lätzchen war ja mit dabei) und nicht so viel quatschen. Ist wahrscheinlich für beide Seiten entspannter. Für eventuell daneben sitzende Imbissgäste ebenfalls…

Tristan Rosenkranz 5. Juni 2016
Dieses ständige Projizieren und Zurechtbiegen finde ich fürchterlich, es klemmt ein und nimmt einem ja schon vom Zuhören (oder hier Lesen) die Luft…
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Stephanie Jaeckel 5. Juni 2016
Ja, und: es klemmt alle ein. Ich dachte die ganze Zeit, die beiden Großen sollten sich besser ein Mangolassi oder ein anderes Getränk bestellen und genießen. Dann hätten sie auch füreinander wieder Zeit, so guckten sie auf das Kind. Ist ja zugegeben auch lustig, wie so ein kleiner Fratz sich Reis ins Gesicht schaufelt. Ach ja, Leben halt…
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papiertänzerin 5. Juni 2016
… am schlimmsten ist, wenn man plötzlich merkt, dass man mit seinen eigenen Kindern auch so erwachsenschlau daher quatscht 😉
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