Geisterspiegel?

Vielleicht kennt sich ja jemand aus. Ich dachte, es sei einfach, aber jetzt komme ich nicht drauf. In welchem Material spiegeln sich Geister? In Spiegeln sind sie ja unsichtbar. Aber ich brauche einen Geisterspiegel, weil ich „meinen“ Geist, eine alte japanische Intelligenz, die in einer Art Taschenlampe – ich sag‘ mal – fungiert, also der muss kurz ausgeschaltet werden. Und weil das bei sturen Geistern nicht auf Knopfdruck geschieht, muss ich ihn ablenken. Ich dachte an einen Überraschungseffekt, der darin besteht, dass der Geist, der sich ja sonst nicht sieht, sich irgendwo spiegelt und so damit beschäftigt ist, herauszufinden, wer sein Gegenüber ist, dass seine Besitzerin kurz ein Geistergeheimnis an ihren Freund weitergeben kann. – Ja doch, völlig im Ernst. Ich schreibe gerade eine Kindergeschichte. Da muss ja schon alles mit rechten Dingen zugehen. Also, vielleicht hat jemand sachdienliche Hinweise?

Filed under: Allgemein

von

Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 11

  1. Mallybeau Mauswohn 3. Juni 2016

    Ist das nicht sehr unterschiedlich? Ich kannte bisher nur die Variante, dass Vampire im Spiegel unsichtbar sind. Von Geistern ist mir nichts bekannt. Kann man sich das nicht alles ausdenken, wie man will? 🙂 Mein Geist scheint da intelligenzmäßig ein wenig begrenzt zu sein…
    Herzliche Grüße
    Mallybeau M.

    Gefällt 1 Person

  2. Stephanie Jaeckel 3. Juni 2016

    Oh, es ist etwas anderes: der Geist muss abgelenkt werden. Er ist schon da. In einer Art Taschenlampe. Sie ist ein futuristisches Gerät aus Geist und Maschine. Die Besitzerin dieser Geistermaschine (nein, eigentlich wirklich ganz harmlos – ist für Grundschulkinder) will ihrem Freund ein Geistergeheimnis verraten: das soll der Geist jetzt bloß nicht hören. Also dachte ich, wäre es doch lustig, wenn er sich über sich selbst irgendwo im Spiegel erschreckt. Dann stellt er seinem Spiegelbild Fragen, weil er rauskriegen will, was oder wer das ist und in der Zwischenzeit ist das Geheimnis weitergewandert. So. Zu kompliziert – !???

    Gefällt mir

  3. mannigfaltiges 3. Juni 2016

    Es ist ein weiterverbreiteter Irrglaube, Geister könnten sich nicht im Spiegel sehen. Die Meldungen über Geistererscheinung im Spiegel sind sogar relativ häufig. Natürlich muss man hier die Falschmeldungen abziehen, die meist am Morgen, nach dem ersten Blick des Melders in den Spiegel, eintreffen.
    Stelle doch dem Geist eine Selfimaschine hin (iPhone/ipad oder so etwas). Die Kamera auf der Benutzeroberfläche aktivieren und schon geht der Spass los. Da kann er sich mit sich selbst unterhalten. Und es ist keine Spiegel. (Ich kann mich noch gut erinnern als ich zum ersten Mal versehentlich diese Kamera einschaltete und mein Konterfei vor mir sah – der Schreck war groß)

    Gefällt 2 Personen

    • Stephanie Jaeckel 4. Juni 2016

      Phantastische Idee! In der letzten Geschichte ging es nämlich um ein Handy. Das kann also noch mal in einer „Nebenrolle“ auftauchen und gleichzeitig, echt klasse, denkt der Geist, er habe einen Kumpel und ist ganz verwundert, denn in Wahrheit ist er ein Prototyp. Wow. Darauf wäre ich nie gekommen. Aber eben, es lag im Grunde nah, wie ich mir schon dachte. Herzlichen Dank! Selbstverständlich kommst Du im Impressum zu den Experten! Ideen klauen ist nicht so mein Ding 😉

      Gefällt 1 Person

      • mannigfaltiges 4. Juni 2016

        Ich hab gerade die „Naturgeschichte der Gespenster“(Naturkunden, Matthes & Seitz) gelesen. Ergo: es gibt nichts was es nicht gibt. Sollte man glauben. Im übrigen ein langweiliges Buch. Und einer Überzeugungstäterin sollte man nicht widersprechen, ich mache es trotzdem: nein, dafürnich. Aber danke, dass Du daran gedacht hast.

        Gefällt mir

  4. ultramar media 4. Juni 2016

    .. ich hätte noch eine Wasseroberfläche als Vorschlag, die erst unruhig ist und dann klarer/spiegeliger wird; oder ein Schatten vor einer feuchten Nebelwand… geht beides natürlich nur im Freien, weiß nicht, ob Du drinnen oder draußen bist… oder ein „falscher“ Schatten, von dem der Geist erst denkt, er wirft ihm selbst, dabei sieht ihm nur ähnlich, verformt sich langsam und ist in Wirklichkeit von einer Wolke (ich seh schon, ich denke gerade nur im Freien…)

    Gefällt 1 Person

    • Stephanie Jaeckel 5. Juni 2016

      Kann ich irgendwie ziemlich gut nachvollziehen, dass Du nur ans Draußen denkst! Mich jedenfalls zieht es zur Zeit in jeder freien Minute raus. Ich bin gerade von der Handy-Idee ganz fasziniert, weil eben das Handy aus der letzten Folge noch mal einen Auftritt hätte und ich so ganz werbetüchtig (haha) darauf hinweisen könnte, dass es sich um eine Reihe handelt. Ansonsten brauche ich hier und da natürlich noch ein paar Aufreger, da werde ich mal am Wolkenschatten dran bleiben. Danke!

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s