Hörbar werden, unüberhörbar

Den Frauentag habe ich erst in Berlin kennen gelernt. Genau betrachtet waren es die Ost-Kolleg/innen, die mit Blumen kamen und den besonderen Tag hochhielten. Folklore, dachte ich erst. Je älter ich werde, desto klarer wird mir, wie wichtig ein solcher Tag immer noch ist. Denn Frauen sind nach wie vor weit von Gleichberechtigung, ja sogar von einem Gleichheitsbewusstsein entfernt. Frauen sind sicher anders als Männer. So teilen sich die Gehirne von Frauen durch die Menstruation quasi in zwei Gehirne, eine für die erste, eine für die zweite Hälfte des Zyklus. Aber es gibt auch geschlechtsunabhänigige Unterschiede. Zum Beispiel haben Menschen, die einen schweren Unfall hatten oder die unter Migräne leiden, ein vom Schmerz geprägtes Gehirn. Kein schlechteres oder anfälligeres, schlichtweg ein anderes. Was ich damit umständlich sagen will: Menschen unterscheiden sich immer. Aber am Ende haben wir alle die gleichen Pflichten, Rechte, Möglichkeiten. Ich habe die Hoffnung verloren, eine sich als selbstverständlich gleichwertig empfindende Generation zu erleben. Um so wichtiger ist es, sich für die eigenen weiblichen Belange stark zu machen. Nicht gegen die Männer. Sondern für eine offene Gesellschaft. Haut rein Mädels… und Jungs!

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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