Leicht gesagt! Und: Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Es gibt Menschen, und ich kenne auch einige, die ein felsenfestes Vertrauen ihr eigen nennen. Selbstvertrauen, das nicht in Selbstüberschätzung schwappt und Vertrauen in andere Menschen, in die Umstände, die Welt, das Leben. Ich vertraue meinem Schutzengel. Aus Erfahrung. Aber beim Rest muss ich mich immer wieder aufs Neue bemühen. Vertrauen rieselt mir offenbar nicht schon seit der Geburt durchs Blut. Irgendwo hockt immer ein Wenn und Aber. Dabei spüre ich in manchen Momenten, dass Vertrauen die einzige Brücke zu neuen Ufern ist. Denn wenn ich nicht darauf vertraue, dass neue Wege auch zum Ziel führen, werde ich sie kaum – oder vielleicht zu langsam gehen. Schwierigkeiten, schrieb Seneca, haben ihren Ursprung in mangelndem Vertrauen. Ja, ich weiß, dass das stimmt, aber nein, ich habe noch nicht begriffen, dass das auch für mich gilt. Denn Vertrauensseligkeit wird oft mit Arglosigkeit, oder noch schlimmer, mit Dummheit gleichgesetzt. Wer will schon dumm sein? Nein. Wenn ich ehrlich bin, ist Vertrauen (noch) nicht meine Stärke. Aber was tun? Kann man Vertrauen vielleicht trainieren? Ich werde mich umsehen. Denn eins ist klar, ohne Vertrauen komme ich jetzt nicht weiter.

papiertänzerin 18. Februar 2016
… oh ja! (seufz)
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