Weiterdrehen

denke ich, Augen schließen und drehen, mit leichtem Schwindel, bloß nicht stehen bleiben und atmen, damit die Regen fallen und die Wolken fliegen, drehen, durch die Dunkelheit, auf ewig festgelegter Bahn (oder wie war das?), einer Ballerina gleich, die auf den Klebspuren über den Bühnenboden schwebt (während die Knochen wehtun, was denkst du denn?). Überschläge, nach links schauen, wo ist bloß schon wieder der Mond, oder die Nereiden, das neckische Volk der Kamikazefliegerinnen, schon wieder vorbei für ein Jahr? Was ein Glück! Nicht übermütig werden, sonst schwappen die Wasser hoch und was sonst noch, ein ewiger Flug um die Sonne, mein Licht, meine Hitze, mein Leben und Tod, wenn verloschen. Weiterdrehen. Morgen ist schließlich schon wieder Montag.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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