Windmond

so nannte Karl der Große den November, Nebelung ist eine ebenso alte Bezeichnung für den vorletzten Monat im Jahr. In den Niederlanden – und wahrscheinlich auch im übrigen nördlichen Europa – wurden im November die Schweine geschlachtet, man gedenkt ebenfalls bis heute im November der Toten. Als Kind habe ich besonders den Martinstag gemocht, wo es im Dunkeln mit der Laterne zu den Nachbarn ging, um sich dort Süßigkeiten zu ersingen. Und es gab Weckmänner! Und den Karnevalsbeginn gleich auch noch dazu. Dieses Jahr wird einmal mehr der Advent schon im November beginnen. Am Himmel herrscht wie immer der Skorpion, um am Ende des Monats den Stab an den Schützen weiterzugeben. Ein unterschätzter Monat, weil er sich grau und garstig gibt. Nebelung dagegen, was für eine Verheißung – Windmond. Viel Nacht zum Träumen, für Süßigkeiten und lange Gespräche. Eine gute Zeit.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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