„Emsiges Ringen führt zum Gelingen“

das ist der Spruch, der sich eingerahmt von roten Rosen über diesem merkwürdigen Arrangement befand, nein! Eindeutig keine Kunst. Es war die Auslage auf einem Trödelmarktstand. Die Katze in der Tasse (Milch vielleicht?) scheint es mit dem Angeln zu versuchen, vielleicht mit dem Angeln von Vögeln. Und schon tun sich Fragen auf. Handelt es sich beim Tun der Katze (überhaupt beim Tun von Anglern) um „emsiges Ringen“? Habe ich heute, gestern, das ganze Jahr über schon emsig gerungen, um dem Gelingen meiner Vorhaben nachzuhelfen? Stimmt es überhaupt, dass ringen und gelingen was miteinander zu tun haben? Und ist die Katze/der Angler nicht das dringende Gegenargument? Oder verstehe ich was falsch? Ist es dann recht, sich über unabgerungenes Gelingen zu freuen? Oder sollte ich mich was schämen? Dürfen Frauen überhaupt ringen oder müssen sie bei der Fifa erst einen Geschlechtertest durchlaufen? Oder… – Nein! Halt! Schluss! Ich habe weder die Katze gekauft noch den Spruch darüber, eingerahmt von roten Rosen aufgebrannt auf einen Porzellanteller. Ich bin mit leeren Händen nach Hause gegangen. Also keine Fragen mehr. Und ein Plädoyer für das Gelingen im Schlaf.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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