Dinge zusammenbringen.

Das wäre wohl was für Sammler, dachte ich. Archivarinnen. Wobei sich die Dinge dort meist ähneln. Dinge unvorhergesehen zusammenbringen, das wäre dann schon eher was für Erfinder/innen und Künstler/innen, die auf „zufällige Begegnungen“ launern wie die „einer Nähmaschine mit einem Regenschirm auf einem Seziertisch“. Wenn ich meine unaufgeräumte Wohnung betrachte: dito. Oder wenn zwei Menschen ein Paar werden. Würde ich mein Leben anders begreifen, wenn ich die Sache einmal so sähe? Welche Dinge bringe ich zusammen, welche Menschen? Erwächst daraus etwas? Zündet sogar was? Dinge zusammenbringen.

Das Zitat war zu Lebzeiten oft aus dem Mund von Max Ernst zu hören (er erklärte damit das surrealistische Denken und Tun). Es stammt aus den „Gesängen von Maldoror“ (1874) des Franzosen Lautréamont.

Filed under: Allgemein
Avatar von Unbekannt

von

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comment 1

Hinterlasse einen Kommentar