Selten genug, diese Momente des Neuanfangs, wenn man erst mal erwachsen und auch schon etwas alt geworden ist. Von Null anfangen? Etwas ganz Neues ausprobieren? Das ist schließlich etwas anderes, als in unerwarteten Situationen zu improvisieren. Tatsächlich habe ich lange gezögert. Fast (kaum dass ich es aufschreiben mag) 20 Jahre. Weil ich mich für unbegabt, für zu langsam hielt. Und jetzt? Die volle Begeisterung! Und ich erinnere mich gut. Wie ich als kleines Mädchen schon beim Einschlafen, beim Aufwachen, beim Frühstücken, im Kindergarten im Kopf hatte, was ich als nächstes mit meinen Lego-Bausteinen machen würde: Was alles geht! Eine regelrechte Abenteurerstimmung machte sich breit. Und packt mich auch jetzt wieder. Was alles geht!

Maren Wulf 7. Januar 2015
Das hört sich toll an, Stephanie! Darf ich fragen, in welche großartigen neuen Gefilde du da so schwungvoll startest?
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Stephanie Jaeckel 7. Januar 2015
Ja klar darfst Du: Mein Neustart ist ein bisschen speziell, früher war es ein eigener Beruf: Audio- oder Tonschnitt. Heute macht man das meist noch so nebenbei. Es hat tatsächlich eine Menge mit Lego-Steinen zu tun. Man spricht ja auch davon, Töne oder Geräusche zu „bauen“. Es ist eine fantastische Welt. Wenn ich Pech habe, werden meine Ohren noch größer! Aber das werden sie wohl sowieso – mit dem Alter…
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Maren Wulf 7. Januar 2015
Du lernst Töne bauen? Was sind dagegen kleine Ohren, frage ich dich! 😉
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papiertänzerin 7. Januar 2015
… für die späten Neuanfänge gibt es einen, wie ich finde, sehr schönen Begriff: late bloomer. Ich wünsche dir weiterhin so viel Freude und Begeisterung bei deinem spätblühenden Abenteuer…
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Stephanie Jaeckel 7. Januar 2015
Better late than never – ? Auf jeden Fall! Obwohl ich natürlich die langwierigen Stunden sich schon endlos vor mir ausbreiten sehe, wo ich winzige Fussel aus schön geschwungenen Ton-Wellen schneide, weil diffuses Geknister im Hintergrund bei allen Beteuerungen es solle so von strengen Tonmeister/innen als Schnittfehler identifiziert werden. Was meine Ohren angeht: da solltet Ihr mal meinen Frisör hören. Aber stimmt schon. Und wozu bitteschön gibt es Mützen?
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