Neustart

Selten genug, diese Momente des Neuanfangs, wenn man erst mal erwachsen und auch schon etwas alt geworden ist. Von Null anfangen? Etwas ganz Neues ausprobieren? Das ist schließlich etwas anderes, als in unerwarteten Situationen zu improvisieren. Tatsächlich habe ich lange gezögert. Fast (kaum dass ich es aufschreiben mag) 20 Jahre. Weil ich mich für unbegabt, für zu langsam hielt. Und jetzt? Die volle Begeisterung! Und ich erinnere mich gut. Wie ich als kleines Mädchen schon beim Einschlafen, beim Aufwachen, beim Frühstücken, im Kindergarten im Kopf hatte, was ich als nächstes mit meinen Lego-Bausteinen machen würde: Was alles geht! Eine regelrechte Abenteurerstimmung machte sich breit. Und packt mich auch jetzt wieder. Was alles geht!

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 5

  1. Avatar von Stephanie Jaeckel

    Stephanie Jaeckel 7. Januar 2015

    Ja klar darfst Du: Mein Neustart ist ein bisschen speziell, früher war es ein eigener Beruf: Audio- oder Tonschnitt. Heute macht man das meist noch so nebenbei. Es hat tatsächlich eine Menge mit Lego-Steinen zu tun. Man spricht ja auch davon, Töne oder Geräusche zu „bauen“. Es ist eine fantastische Welt. Wenn ich Pech habe, werden meine Ohren noch größer! Aber das werden sie wohl sowieso – mit dem Alter…

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  2. Avatar von Stephanie Jaeckel

    Stephanie Jaeckel 7. Januar 2015

    Better late than never – ? Auf jeden Fall! Obwohl ich natürlich die langwierigen Stunden sich schon endlos vor mir ausbreiten sehe, wo ich winzige Fussel aus schön geschwungenen Ton-Wellen schneide, weil diffuses Geknister im Hintergrund bei allen Beteuerungen es solle so von strengen Tonmeister/innen als Schnittfehler identifiziert werden. Was meine Ohren angeht: da solltet Ihr mal meinen Frisör hören. Aber stimmt schon. Und wozu bitteschön gibt es Mützen?

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