Nein, liebes Krümelmonster, Glückskekse schaufelt man sich nicht ins aufgerissene Monstermaul. Man verzehrt sie einzeln, und: Vorsicht! Sie enthalten kleine Zettelchen, auf denen Botschaften notiert sind. Solche, die zum Glück verhelfen, wenn man sich daran hält – und wenn man überhaupt daran glaubt (ans Glück). Zu Jahresanfang haben sie Konjunktur. Mein Glückskeks für dieses Jahr spricht von Mut. Und ich stutze. Kaum einer meiner Alltags-Tage fordert ihn noch, den Mut. Kleine oder größere Anläufe schon, oft Überwindung. Aber der große, starke Mut scheint sich verkrümelt zu haben. Ich schaue nach: Das althochdeutsche Wort „muot“ bedeutet Geist, Seele. Ist das vielleicht eine Spur? Die geschmeidige Routine, das tägliche Einerlei tötet – wenn auch laaaangsaaaam – Seele und Geist. Mut wäre also: neue Wege gehen, andere Vorlieben entwickeln, genauer hinsehen? Der Glückskeks ist natürlich längst gegessen. Den Zettel hebe ich mir auf. Um ihn am Ende des Jahres vielleicht einzulösen: Respect! You show courage.
danielajaeggi 4. Januar 2015
Ich habe auf meinem Blog auch einen Glückskeks-Beitrag. Schau doch mal rein. Ich bleib Dir auf den Fersen 🙂
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Stephanie Jaeckel 5. Januar 2015
Klarer Fall (und das gilt nicht nur für blaue Zottelmonster): Man sollte Glückskekse einzeln essen. Schon zwei hintereinander sind zu viel! Was allerdings nicht verhindert, dass es Kekse gibt, in die sich zwei Zettel verirrt haben. In dem Fall den zweiten Zettel schnell ungesehen verschwinden lassen. Wer weiß, vielleicht freut sich ja ein Finder!
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