so schreibt James Cook am 17. Dezember 1774 gegen Mitternacht in sein Logbuch. Cook, seinerzeit größter Kartograph und Entdecker Europas, war aus ärmlichen Verhältnissen zum Kapitän der britischen Marine aufgestiegen. Er kreuzte die Weltmeere, um der Menschheit endlich Klarheit über die Topographie ihres Planeten zu verschaffen. Seit der Antike vermuteten Wissenschaftler einen dem Paradies ähnlichen Kontinent auf der Südseite der Erde, unter anderem weil sie glaubten, die Kontinentalmassen des Nordens bräuchten ein Äquivalent im Süden. Ihn zu suchen, war James Cook zu seiner zweiten großen Weltreise aufgebrochen, ein Jahre dauerndes Unterfangen, das ihn einen Großteil der Zeit durch die arktischen Gewässer segeln ließ. Schon da muss ihm gedämmert sein, dass es mit der Paradieshaftigkeit des unbekannten Landes nicht sehr weit her sein konnte. Bereits im Januar 1773 ist er davon überzeugt, dass es den legendären Kontinent nicht gibt. Doch er fährt noch knapp zwei Jahre weiter, bis er einen Schlusspunkt hinter die Suche setzt. Von Enttäuschung übrigens keine Spur. Zu beweisen, dass es etwas nicht gibt, ist ihm Entdeckung genug. Zumal er quasi nebenher Neuseeland kartographiert hat. Und zwar so gut, dass seine Karten bis 1995 von der neuseeländischen Marine benutzt wurden: satte 222 Jahre.
Fertig war Cook schon 1758 mit der Vermessung des Sankt-Lorenz-Stroms. Damals noch als Offizier auf einem britischen Kriegsschiffs. Das Foto zeigt einen kleinen Ausschnitt des Stroms in der Höhe von Quebec (ursprünglich Algonkin: „Wo der Fluss enger wird“)
