glücklich gehen

Dass mit einem Lächeln im Gesicht die Welt schon viel besser aussieht, wissen wir längst, meist aus eigener Erfahrung. Dass wir gut gelaunt anders in die Welt hinausgehen als wenn wir traurig gestimmt sind oder verzweifelt, erleben wir gelegentlich auch am eigenen Leib – mittlerweile ist es sogar wissenschaftlich bestätigt. Die Sache steckt – forschungstechnisch besehen – noch in den Kinderschuhen, d.h. bislang konnte erst nachgewiesen werden, dass ein veränderter Laufstil sich auf die Gedächtnisleistung auswirkt: wer mit schnellem Schritt aufrecht geht und sich mehr Raum für seine Bewegung nimmt, merkt sich mehr positiv konnotierte Wörter als traurig schleichende Probanten, mit hängenden Schultern und schlurfendem Gang, die sich ihrerseits mehr negativ konnotierte Wörter merken. Das zeigt, so Prof. Johannes Michalak, einer der Autoren der Studie „dass unsere Art sich zu bewegen Auswirkungen darauf hat, ob wir eher positive oder negative Informationen verarbeiten.“ Die Hoffnungen gehen weit, bis dahin, dass ein neu eintrainierter Laufstil Auswirkungen auf das Befinden haben, eventuell sogar Depressionen heilen könnte. Zukunftsmusik, keine Frage – aber eine verdammt schöne!

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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