„Einmal Wissenschaftler, immer Wissenschaftler“ mag denken, wer die Notizen des jungen Darwin zu dieser Frage liest. Wenn er nicht heirate, könne er nach Abschluss seiner Arbeiten reisen oder den großen Text über die Vererbung der Arten angehen. Wenn er heirate, seien dagegen die Mittel beschränkt und er käme sofort in die miesliche Lage, für Geld arbeiten zu müssen. Als Single könne er sich dagegen ein kleines Haus am Regent Park leisten, sogar Pferde halten und auf Sommerexkursionen (wenn schon nicht auf Reisen) gehen. Als Ehemann hätte er dagegen ständige Gesellschaft, möglicherweise Kinder: „besser als ein Hund“ – ! Und: „stell dir vor, den ganzen Tag allein in rauchigem schmutzigem Londoner Haus zu leben“ – Der Zeitverlust? Dafür eine nette sanfte Frau auf dem Sofa, ein gutes Feuer im Kamin, die Annehmlichkeiten von Musik und weiblichem Geplauder…
Ein Jahr nach diesem peniblen Für-und-Wider heiratete Darwin seine Cousine Emma Wedgewood. Gemeinsam hatten sie genug Vermögen, um Darwin ein Leben als Privatier zu sichern. An Stelle des Hundes leisteten sie sich (wenn ich richtig gezählt habe) zehn Kinder. Das Buch über die Vererbung der Arten hat Darwin am Ende doch noch geschrieben, dafür aber nicht mehr lange in London gelebt. Ein gutes Leben. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch Peter und Lisa!

Peter Gößwein 10. Oktober 2014
Liebe Stephanie, herzlichen Dank für Deine guten Wünsche, bei uns war es eigentlich ganz genauso, bis auf die Tatsachen, daß wir 1. aus dem Familiengründungsalter raus sind, was die geistigen Leistungen angeht, 2. dem Herrn Darwin nicht mal ein Wassertröpfchen reichen können und wir 3. nach Zusammenwerfen unserer Vermögen einfach weiterarbeiten, wenn man das so nennen kann, wie bisher. Das sind aber auch wirklich die einzigen Unterschiede.
Gratulation zu Deinem Blog, gefällt mir sehr.
Peter
LikeLike