Ob Fische gerne sprechen würden,

werden wir wohl nie erfahren, denn sie würden die Frage – wenn ich Herrn Dr. Bartsch vom Berliner Museum für Naturkunde richtig verstanden habe – so schnell wie möglich vergessen oder verdrängen. Nachdenken ist nämlich nicht so ihr Ding. Wir unsererseits sind übrigens gar nicht so viel weiter als mancher Fisch, was die Herkunft angeht (Nachdenken ist zwar auch nicht jedermanns Ding, aber zumindest möglich): Es gibt längst wesentlich aktuellere Modelle als den Menschen, den Kugelfisch zum Beispiel, der sowohl in Süß- wie auch in Meeresgewässern sein Wesen treibt, propellernd, plusternd (der Kugelfisch nämlich macht sich gerne größer als er ist – was wiederum viele Menschen nur zu gut verstehen) und an Schnecken und anderen kleinen Lebewesen knuspernd. Der Mensch dagegen, und das erkennt der Fischexperte sofort, ist auf die wesentlich urtümlicheren Knorpelfische zurückzuführen: klar daran zu erkennen, wie weit Arme und Beine (Bauch- und Rückenflossen) voneinander entfernt sind. Knorpelfische? Genau, Haie zum Beispiel! Und jetzt wundern Sie sich, wo Ihre spitze Rückenflosse geblieben ist? Ein schönes Wochenende!

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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