So habe ich mir das eben auch nicht vorgestellt. Dass ich immer wieder von vorne anfange bei der Frage, wer ich eigentlich bin. Oder wo ich hin will.
Vermutlich gibt es ja auch sehr verschiedene Charaktere, dass es den einen so, den anderen eben anders ergeht. Aber seit mein Vater tot ist, habe ich das Gefühl, mich wieder neu zusammenstecken zu müssen. Ja. Müssen. Es passt nichts mehr zusammen. Es braucht eine neue Anordnung.
Doch finde ich den Ansatz nicht. Wenn ich mich betrachte von der Perspektive, „du hast jetzt keine Eltern mehr“, finde ich gar keine Idee. Es müsste etwas anderes sein. Vielleicht gar nicht unbedingt ein Verlust. Eher diese erleichternde Ansage „boarding completed“, nach der es dann endlich los geht.
Es muss ja auch gar nicht die Frage sein, wer ich bin. Sondern die viel spannendere: Wer ich sein will. Und dann sitze ich da, und starre Löcher in die Luft. Und dann miste ich irgendwann lieber die Schublade aus. Weil ich mich mit mir langweile.
Tja. Da braucht es wohl mal wieder GEDULD. Autsch. Ausgerechnet. Aber gut. Heute habe ich einen ganzen freien Tag. Und so ein Ostertag ist sicher nicht der schlechteste Ausgangspunkt, eine neue Perspektive zu finden.









