Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Kein Happy End

Die Idee hat mich sofort begeistert, die Sache lag wohl auch nah, denn zuerst gab es eine Fernsehsendung in dem sympathischen Format eines Dialogs. Die Sendung und später auch das Buch heißen „Die großen Denker“, und die beiden Gesprächspartner sind Harald Lesch, Professor für Theoretische Astrophysik, und Wilhelm Vossenkuhl, emeritierter Ordinarius für Philosophie. Ein Buch über die europäische Philosophiegeschichte als […]

Damit wir beim Lesen auch wieder mal was zu Lachen kriegen…

Wolfram Schütte hat im „Perlentaucher“ mit seinem Plädoyer für eine digitale Literaturzeitschrift eine Debatte eröffnet, die Sieglinde Geisel auf ihrem Blog weiterführt: http://www.sieglindegeisel.ch/2015/06/25/eine-digitale-literaturzeitschrift-unbedingt/. Denn vielleicht ist der König längst tot, lebt aber auch schon wieder. Und wenn Kritik in einem anderen Medium mit anderen Autor/innen wieder frisch wird, engagiert und selbst zum Lesestoff, bekommen wir sogar […]

Mit-Teilen

Texte sind Botschaften. Manchmal über die Zeiten hinweg unlesbar geworden, manchmal schon den Zeitgenossen unverständlich. Texte wollen aber stets eins: Etwas Mitteilen. Und wenn es Autor/innentexte sind, kann sich dieses Mitteilen aus dem Wunsch speisen, mit den Leser/innen etwas zu teilen. Denn wer Erfahrungen aufschreibt, macht sie für andere nacherlebbar. Oder zumindest zu Zeichen, eigenes […]

Heavenly Blue…

Jetzt zwitschern es schon die Putten von den Dächern: Es wird Sommer! Spätestens ab morgen. Mit Wolken zwar, aber auch mit deutlich höheren Temperaturen. Ehrlich gesagt, ich freu‘ mich drauf!

Freiheit oder Liebe

Das Foto ist mehr oder weniger noch von gestern, als ich von Paul Austers Kindheitserinnerungen schrieb, darunter seine Freude an Eichhörnchen, die immerzu Eicheln vergruben, ohne dass er je beobachten konnte, dass sie sie wieder (erst recht nicht im Winter) hervorholten. Freunde von mir haben ähnliches erzählt, ihre Schlussfolgerung lautete: „Eichhörnchen sind wahrscheinlich ziemlich dumm.“ […]

Proust für alle,

dachte ich kurz, lachte und freute mich, dass jemand das Unternehmen gewagt hat, der Erinnerung in die eigene Kindheit zu folgen. Paul Austern neues Buch „Bericht aus dem Inneren“ ist das Ergebnis dieses Versuchs, und es hat mich bereits in seinen Bann gezogen, obwohl ich mit meiner Lektüre erst auf Seite 36 bin. Wieso Proust […]

Ein Wort scheucht Gedanken auf.

Soll es gelegentlich ja auch. Dann heißt es Stichwort, hockt mit ein paar Kollegen auf einem Zettel und wartet auf seinen Einsatz. Wer gedankenverloren durch den Sonntagnachmittag spaziert, mag mit dem Blick an unfreiwilligen Stichworten hängen bleiben. „Detachment“ kam mir heute unter, und ich gebe es wacker zu: Hätte meine Kamera keine Zoom-Funktion, ich wäre […]

Und wie geht es weiter?

Wer Diät hält, kennt zwei Finale (meist aus eigener Erfahrung): Den Abbruch noch vor dem Ziel oder das allmähliche „Purzeln der Pfunde“ (als wenn da je was purzeln würde, die schleichen eher aus). Was dem Michelin-Männchen Sorgen bereiten würde, habe ich mittlerweile erreicht. Die Röllchen sind weg. Aber wie geht es weiter? Und hat es […]

Wo geht’s denn hier …?

Ich gebe es zu: Eisbären fordern meinen ganzen Respekt. Sowohl Knut als auch die kuscheligen Cola-Eisbären lassen bei mir rote Lämpchen im Kopf aufleuchten. Achtung! Bissig! Aber diesem freundlichen Bären mit Krawatte und guten Manieren wollte ich dann doch – mit gehörigem Abstand, versteht sich – Antwort geben. Ich traf ihn vorgestern Abend in Kreuzberg, […]

Und jetzt?

Ich habe kürzlich bei einer Bloggerin einen Lektüretipp gelesen. Es ging um ein Sachbuch, in dem die Entwicklung der Kunst der Klassischen Moderne chronologisch dargestellt wird. Ein Buch, so las ich, für Menschen, die Angst, Beklemmungen oder Befremden in Museen mit moderner/zeitgenössischer Kunst empfinden. Und ich wurde stutzig. Reicht es tatsächlich, so fragte ich mich, […]