Ann Carson

Ich kann nicht behaupten, dass ich ihre Bücher „verstehe“. Aber ich liebe sie. Die kurzen (die meist super-kurz sind) begreife ich meist knapp. Das über den Klang der Stimme zum Beispiel oder das über Prousts „Recherche“. Andere, wie das Roman-Gedicht „Rot“ sind eher zum Neben-Dem-Bett-Liegen, um immer wieder reinzuschauen, einzelne Passagen zu lesen und mich vollkommen frei (wenn auch oft irritiert) zu fühlen (aber vielleicht gehört das ja zusammen). Ich freue mich über diesen Literaturnobelpreis. Ach schön, dass er an eine kanadische Autorin geht.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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