Tatsächlich ist es ja so, dass ich mich mit meiner eigenen Freiheit mehr von den anderen um mich herum entferne. Nicht, weil ich andere doof finde. Oder explizit anders sein will. Sondern weil Freiheit mit Unabhängigkeit zu tun hat, im weitesten Sinn auch mit Einsamkeit.
Das ist der Preis, wie mir scheint, den ich für ein freies Leben zahle. Es ist nicht anschlussfähig. Es lässt sich nicht mal als gelungen darstellen. Es ist verborgen (nicht geheim oder geheimnisvoll). Es ist nichts besonderes. Aber eine viel größere Entscheidung, als mir oft bewusst ist. Naja. Vielleicht ist frei auch ein zu großes Wort. Ein Mensch kann vermutlich nicht wirklich frei sein auf dieser Welt. Es ist ja auch kein Ziel für sich allein. Es ist höchstens der Versuch (oder Anspruch), die eigenen Werte ernst zu nehmen. Oder?

Grinsekatz 21. Juli 2026
Das ist ein Spagat, den ich auch kenne. Die Deutschen haben dafür das schöne Wort „freiheitlich“, also etwas frei. Freundschaft und Liebe sind Kinder der Freiheit, das ist manchmal schwer auszuhalten, für mich und für die anderen. Liebe Grüße, Reiner
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Stephanie Jaeckel 22. Juli 2026
Das finde ich interessant, weil ich gerade Freundschaft und Liebe als „verbindlich“ und gar nicht so „freiheitlich“ empfinde. Nicht im Sinn, dort eingesperrt zu sein, sondern in der einen oder anderen Pflicht. Aber da gehe ich natürlich mit, wenn Du meinst, Freundschaft und Liebe lassen sich nicht festlegen. Gerade Liebe kann nicht eingefordert werden. Und ja, das ist für alle Seiten manchmal mühsam…
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