Im Märchen

sind es immer drei Wünsche, die die gute Fee bringt. Und es ist ausgemacht, dass man sehr sorgsam abwägen muss, um klug zu wählen.

Das Leben ist kein Wunschkonzert! So hörte ich später.

„Wünsch‘ Dir was“ – kennen vermutlich nur Dinosaurier, wie ich einer bin.

Aber was denn jetzt?

Einen Wunsch zu haben, gehört sicher zu den Kerngefühlen von Menschen. Mir ist aufgefallen, dass ich dieses Gefühl vermeide. Ich weiß nicht, wann mir das Wünschen abhanden gekommen ist. Aber offensichtlich war dieses Abhandenkommen gründlich. Immer, wenn ich mich auf einen Wunsch konzentriere – also einen werde ich doch sicher finden! – bleibt mein innerer Bildschirm leer.

Das ist eher unangenehm. Und ich wette, dass irgendwo noch ein Wunsch versteckt ist. Aber der bleibt bislang unsichtbar.

Ich wollte dieses Jahr mit einem Wunsch starten, statt mit Vorsätzen, seien sie gut oder unrealistisch. Aber noch hat sich keiner gezeigt. Ich werde dran bleiben, wünsche (doch ja, das geht!) allen aber erst mal einen guten Start ins brandneue Jahr.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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