Tod und Hoffnung

Im Grunde wiederholt sich diese Vorstellung jedes Jahr, wenn auch, wie es scheint, jedes Jahr ein bisschen früher: die Wiederkehr des Lebendigen nach den dunklen Wintermonaten. Früher fand ich es schön. Mittlerweile greift mich dieses neue Wachsen tiefer an. Als Trost. Und als ein Frohsein, das über mich hinausgeht. Mir steht auch Hölderlins Begeisterung für den Frühling klarer vor Augen – oder ja, eher vor dem Herzen. Diese Hoffnung auf einen Neustart. Für die Welt und auch für mich selbst. Gerade Hölderlin jedoch zeigt, wie Verzweiflung greift, wenn einem der Frühling egal wird. Dann ist Natur eben doch nur noch ein Rad, das leerläuft.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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