Mein Respekt

gilt gerade auch den zahlreichen Journalist*innen, die aus den Kriegsgebieten berichten. In der letzten Zeit hatten viele sehr schnell das Wort „Lügenpresse“ oder auch nur „Presse“ mit verächtlichem Unterton im Mund. Ich war auch immer wieder enttäuscht, wie häufig auf „falschen“ Themen rumgekaut, indem der vermeintliche Publikumsgeschmack nach Skandalen und Skandälchen bedient wurde. Aber wie sähe die Lage jetzt aus ohne verlässliche Presseberichterstatter*innen vor Ort? Sie geben mir – so komisch das angesichts der Bedrohung klingen mag – eine gewisse Sicherheit. Weil sie mir zeigen, was passiert, oder was sie vom Geschehen mitbekommen, und zwar von möglichst vielen Seiten. Und das unter größten persönlichen Einschränkungen und vermutlich mit einer ordentlichen Portion Furcht. Danke! Auch an die Angehörigen und Freund*innen, die diesen Einsatz mittragen.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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