Ein Brett verändert alles

Ich liebe es, im Sommer am offenen Fenster zu arbeiten. Heute zum Beispiel weht zarter Blütenduft (so etwas wie Flieder) in meine Wohnung, und die Vögel zwitschern, dass ich den lauten Mehringdamm fast gar nicht höre.

Draußen arbeiten dagegen geht gar nicht. Nicht einmal Lesen gelingt mir, sobald sich mein ganzer Körper unter freiem Himmel befindet. Es ist so, als würde ein Schalter gedrückt. Der Kopf wechselt von Denken auf Schauen. Ende der Durchsage.

Seit gestern habe ich eine Fensterbank. Wo vorher nur ein kleines Holz war, auf dem nicht einmal die Kaffeetasse sicher stand, ist jetzt ein Brett montiert, vielleicht nicht das schönste seiner Art, aber immerhin robust genug, um Bücher, Tassen und meine aufgestützten Ellbogen zu tragen. Und, Überraschung! Lesen geht, E-Mails-Schreiben geht, den Rest muss ich noch ausprobieren – Eine kleine Veränderung zieht neue Möglichkeiten nach sich. Wie schön ist das denn!?

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 5

  1. Klausbernd 2. Juni 2021

    Liebe Stephanie,
    wir lieben es, in unserem Wintergarten zu lesen, aber nur zur Unterhaltung und am liebsten zum Nachmittagstee. Konzentriertes Arbeiten gelingt uns dort nicht. Auch auf unserer Terrasse gelingt es nicht, ernsthaft zu arbeiten. Wir arbeiten normaler Weise an unseren großen Fenstern, die auf den Garten hinausgehen. Es ist toll, beim Nachdenken den Blick über den Garten schweifen zu lassen. Diese Ausblicke finden wir nicht ablenkend. Draußen und im Wintergarten dagegen ist es zu hell, was gegen unsere Konzentration arbeitet.
    Alles Gute
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

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