„Halte meine Augen davon ab,

nach Nichtigem zu schauen.“ Psalm 119,37

Aber was ist nichtig?

Alle paar Jahre besorge ich mir die „Losungen“ der Herrenhuter Brüdergemeinde. Es sind kurze Zitate aus der Bibel, kombiniert mit aktuellen Aussagen, für jeden Tag des Jahres ein oder zwei, die einem Anlass geben können, einen Augenblick innezuhalten, und über sich und die Welt nachzudenken, bevor der einen Alltag weitertreibt.

Zu viele Bilder. Diese Diagnose ist ein alter Zopf und aktueller denn je zuvor. Wie kann ich die Balance halten, zwischen den beiden Polen das Weltgeschehen beobachten zu wollen (und, als Zeitgenossin auch zu müssen) und meinen Blick auf das Notwendige meines Lebens zu richten, um mich nicht von eigenen Verantwortlichkeiten davonzustehlen?

Oder: Wie viel Weltgeschehen passt in einen einzigen Kopf?

Die Bilderflut abzustellen, nur weil es mir zu viel wird, geht gar nicht. Wohl eher, immer wieder ein Gleichgewicht zu suchen, zwischen dem, was an Ungeheuerlichkeiten reinkommt, und was ich – möglichst zum Besseren hin – ändern kann. Goliath und David fallen mir ein. Nicht, dass mir die beiden gerade viel Mut machen würden…

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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