Tödlicher Respekt

Jede oder jeder, so scheint es, hat im Leben die eigenen Tragödien abzuarbeiten. Diejenigen, die einem immer wieder passieren, die sich wie ein sehr schlechter Running Gag durchs Leben ziehen.

Beim mir sind es Begegnungen mit Menschen, die auf der Kippe stehen, die mit sich und dem Leben hadern, um dann irgendwann den Tod zu wählen.

Bei jeder und jedem einzelnen habe ich mich schuldig gefühlt. Weil ich es hätte wissen können. Weil ich mehr für diese Menschen hätte da sein können. Dagegen steht die Wahrheit, dass man niemanden retten kann. Und dass es auch ein Zeichen von Respekt ist, die tödliche Verzweiflung eines Menschen anzuerkennen. Und entsprechend Abstand zu halten. Ich weiß, dass das stimmt. Aber ich kann nicht anders, als mich mutlos zu fühlen, angesichts dieser Hilflosigkeit.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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