Die Welt ohne mich

Das scheint mir eine wichtige Blickrichtung. Klar. Es sind immer meine Augen, die sehen. Und mein Gehirn (oder eben der Darm), das/der daraus Ansichten macht. Aber die Welt hat lange ohne mich existiert. Sie läuft nach anderen Taktgebern als meinen Befindlichkeiten.

Es ist eine tatsächlich uralte Klage, dass die Menschen zu sehr auf den eigenen Nabel schauen, denn in die Welt. Im 17. Jahrhundert sehen kluge Köpfe die menschlichen Gemeinschaften schon vor dem Aus. Zu viel Neid, Eigennutz, Gemeinheit. Die Kriege geben ihnen recht. Die Welt allerdings dreht sich noch. Noch.

Vielleicht ein Gedankenspiel für den 2. Adventssonntag. Wie läuft denn dieser Tag ohne mich?

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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