Und was hat das jetzt mit Zeit vertrödeln zu tun?

Heute vor 158 Jahren kam Darwins Buch „Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl“ heraus. Die meisten von uns kennen dieses Buch, das wie eine Bombe in die damalige Naturwissenschaft einschlug, meist unter dem verkürzten Titel „Über die Entstehung der Arten“. Die Erkenntnisse, die Darwin hier präsentiert, sind Grundlagen für alle Forschung in der Biologie oder auch der Medizin. Die wichtigste Botschaft lautet: Alles hat mit allem zu tun, oder genauer: Alle Lebewesen sind miteinander verwandt. Und für die, die es noch deutlicher artikuliert brauchen: Der Mensch ist Teil der Natur.

Ja. Da mag so mancher Mensch staunen. Aber wir stammen nicht nur vom Affen ab, was ja irgendwo noch nachvollziehbar ist. Sondern – je weiter wir in die Zeit zurückgehen – von klitzekleinen Organismen, Einzellern mit dem Namen Luca. Ich will das gar nicht weiter ausführen, Darwin selbst wusste davon noch nichts, gab aber die Richtung vor, in die seitdem geforscht wurde. „Alles hat mit allem zu tun“, so ungefähr formulierte auch Alexander von Humboldt seine Forschungsergebnisse. Er kannte Darwins Idee, starb aber sechs Monate vor der Veröffentlichung von Darwins Evolutions-Bibel. Und was heißt das? Wir sind Teil der Natur und wenn wir die Natur weiterhin so verwüsten, wie wir das gewohnt sind, ist das nicht nur dumm und schlecht für die anderen. Bis Sonntag ist noch die Woche der Müllvermeidung und – bevor jetzt die Weihnachtswünsche notiert werden: vielleicht lässt sich hier und da noch was reparieren, statt gleich wieder neu zu kaufen.

Und was hat das jetzt – !? Darwin war ja auch sonst ein helles Köpfchen. Eines seiner zahlreichen klugen Bonmots lautet:

„Wer auch nur eine Stunde seines Lebens zu vergeuden wagt, hat den Wert des Lebens noch nicht erkannt.“

Das mindestens ebenso helle Köpfchen des Alexander von Humboldt hätte dazu sicher zustimmend genickt. Und ab ins Wochenende!

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. flowerywallpaper 25. November 2017

    Ich – 2017 – denke die ferne Zukunft dann weiter. Die Menschheit zerbröselt die Natur und sich selbst, bis wir wieder klitzekleine Organismen werden. Danach verschmilzt die Erde mit der Sonne, und in einigen Milliarden Jahren kommt der Urknall und alles beginnt von vorne. Das werde ich dann aber nicht mehr erleben.

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  2. papiertänzerin 25. November 2017

    Ich las gerade bei Knausgard („Im Winter“) die Theorie, dass der Mensch von Affen abstamme, die dazu übergingen, im Wasser zu leben. Und dass die heutigen Schafe & Ziegen Verwandte der Wale seien. Wenn das keine Verbindungen sind!? Ob Land oder Wasser, schönes Wochenende auch dir.

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