Hinschauen

Jetzt bin ich schon eine Reihe von Jahrzehnten auf dieser Welt. Was mich verblüfft: Wie wenig ich doch wirklich kenne. Stockrosen zum Beispiel. Hunderte Male schon gesehen. Aber erst letzte Woche vor Ehrfurcht fast umgekippt. Wo, frage ich mich, bin ich eigentlich unterwegs, wenn ich durch die Straßen gehe, über die Wiesen, Brachen und was noch alles. Könnte ich am Ende mit leeren Händen da stehen?

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 8

  1. meintoefftoeffumerle 27. Juli 2017

    Ja, am Ende stehen wir mit leeren Händen da. Nicht, weil wir nichts gesehen, erfahren, besessen, erkannt haben, sondern, weil wir von dem was uns bereicherte, abgaben. Ich denke, Du hast die Stockrose schon längst gesehen, nur sie hat Dich noch nicht berührt. Es war noch nicht an der Zeit.
    LG. Hilde

    Gefällt 4 Personen

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