Jedenfalls guckt der genauso unerbittlich über die Horizontkante wie sich das Aufwachen heute anfühlte. Ich will an den Strand, Stöckchen suchen. Geschenkt. Das kann ich in Berlin knicken, obwohl es im Herbst manchmal schönes Treibholz im Wannsee gibt. Vier Arbeiten sind ganz dringend, der Rest türmt sich weiter hinten auf dem Regal. Ich müsste irgendwie durchtauchen können. Nein, nicht, um mich zu drücken. Sondern um den Termindruck weniger zu spüren. Es muss eben mal heute sein. Aber der Tag ist auch lang. Und er geht gut an. Mit einer schönen Wolken-Sonne-Mischung am Himmel, dem sommerlichen Vogelkonzert und einer großen Ruhe, die mich hier direkt am Kreuzberg immer wieder erstaunt. Die Pfingstrosen in der Vase explodieren geradezu, die getrockneten Blätter aus dem Eames-Garten leuchten vom Sternenstaub, mit dem ich sie versehen habe, bevor sie in den Rahmen gleich vor mir an die Wand kamen. Die gestickte Glückskatze aus dem Laden in Passadena winkt. Und gerade kommt die Nachricht, dass mein Eames-Stuhl (das wirklich dickste Souvenir, das ich mir NACH dem Urlaub geleistet habe) bald geliefert wird. Hm. Der Tag fängt gut an. Lachen, Krönchen richten, anfangen! Euch einen guten Start!
