Innehalten

Joshua Dubois bekam 2014 die – vielleicht zweifelhafte, aber auch beeindruckende – Auszeichnung als einer der weltweit 33 einflussreichsten christlichen Führungspersönlichkeiten unter 33 (Ebony Magazine’s „Power 150“). Von 2008 an unterstützte er Barack Obama, erst im Wahlkampf, dann in seiner Präsidentschaft. Er war von 2009-13 (weil ich das nicht zu übersetzen weiß, kommt das jetzt so): head of the Office of Faith Based and Neighborhood Partnerships in the Executive Office of the President of the United States. Was mich mehr begeistert, ist, dass er Obama (wenn ich das richtig verstanden habe) von 2008 an bis heute täglich eine E-Mail schickt, darin ein kurzer Ausschnitt aus der Heiligen Schrift oder aus der Literatur/Musik und dazu ein paar eigene Betrachtungen und ein Gebet. Seit 2014 gibt es ein Buch mit 365 solcher E-Mails – als eine Tag-für-Tag-Meditation für die, die mögen. Oder zum immer mal wieder hinein schauen. Ich habe das Buch seit einem Jahr und jedes Mal, wenn ich darin lese, bin ich glücklich – oder zumindest zuversichtlich. Was heute darin zu lesen ist?

„Lord, when a wrong has been committed against me, teach me how to forgive and let go. Place my love for you first, my human relationships second, and my own ego far behind. Let me be slow to offense and quick to grace. (…)“

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. SätzeundSchätze 13. Dezember 2016

    Der Chef des Büros für auf Glauben basierte Gemeinschaften? Naja, der Titel ist ja egal, wichtig ist, was der Mann macht – das gefällt mir gut. So tägliches Innehalten und über etwas nachdenken, was das Leben wirklich ausmacht, über grundsätzliche Werte – das ist nicht das Schlechteste (solange er nicht aufdringlich missioniert).

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  2. Stephanie Jaeckel 14. Dezember 2016

    Nö. Missionieren musste der ja auch nicht, weil Obama gläubig ist. Was mich sehr fasziniert, ist, dass diese kleinen Meditationen zwar für den Präsidenten waren, aber auch für mich hilfreich sind. Es steht immer der Mensch mit seinen Entscheidungen, seinen Zweifeln, Wünschen und dem allen im Mittelpunkt, nie jemand in einer hohen Position. Und seine Texte sind sehr liebevoll. Ich mag mich immer, wenn ich sie lese, und die anderen auch.

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