Über sich hinaus wachsen

Bei Proust ist gerade dieses Bild eins für das Altern durch die Jahrzehnte hindurch, wo die Füße im weit entfernten Geburtsjahr stehen, während Kopf und Körper in die Zukunft streben. Insofern wachsen wir alle über uns hinaus und manche weiter, als sie eigentlich wollen, die Müdigkeit mancher Menschen im Alter spricht Bände. Im engeren Sinn wachsen wir aber nur dann über uns hinaus, wenn die Hindernisse, die auf unserem Weg liegen, so groß sind, dass wir gar keine andere Wahl haben. Das kann wohl auch schon mal Yoga sein, dort nämlich habe ich diese schnell hingesprühte Silhouette eines in den Himmel gewachsenen Menschen gesehen. Ob das ein Zeichen war?

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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