Grundeinkommen

Das Thema lässt mich nicht los. Was wäre, wenn ich für eine Weile ein Grundeinkommen bekäme? Ich hätte vermutlich in dieser Zeit (oder zumindest am Anfang) keine Existenzangst. Klingt dramatisch. Ist es wahrscheinlich auch. Aber ich bin so dran gewöhnt, wie eine, die den ganzen Tag mit einem Mühlstein um den Hals rumläuft (haha). Wahrscheinlich wäre ich gut beraten, auch ohne Grundeinkommen zu entspannen. Ist aber so schwierig wie mit dem Kamel durchs Ör zu reiten.

Im Netz war heute ein Artikel über den Berliner Verein „Mein Grundeinkommen“. Hier werden Spenden gesammelt, und wenn 12.000 € zusammen sind, bekommt eine/r ein Jahr lang 1.000 € pro Monat. Dieses Projekt versteht sich als Experiment. Denn die Frage steht ja noch unbeantwortet im Raum, ob ein Grundeinkommen, so niedrig wie es ist, so hoch, wie es (als vermeintliches Geschenk) eben auch ist, „nützt“. D.h. genug Motivation freisetzt, um für eine passende Erwerbstätigkeit aktiv zu werden oder ob es im Gegenteil die Bequemlichkeit fördert. Wer dort spendet, nimmt übrigens automatisch an der Verlosung für das nächste Grundeinkommen teil. Wäre das einen Versuch wert?

Im Netz unter: http://www.mein-grundeinkommen.de

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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