Bücherhunde

Wer ins Lesen vertieft ist, sollte aufmerken, wenn Hunde bellen. Zumal, wenn es solche im Buch sind, denn es könnte sein, dass auf den nächsten Seiten etwas passiert. Nicht, dass mir das aufgefallen wäre. Eine Kollegin, die sich mit Hunden in der Literatur beschäftigt, brachte mich auf die Spur. Beim Überlegen sind mir nur Bücher eingefallen, in denen die Hunde selbst die Hauptfiguren sind, allen voran „Timbuktu“ von Paul Auster, Jon Fosses Geschichten „Von Kötern, Kläffern und feinen Hundedamen“ und „The Art Of Racing In The Rain“, ein Schmöker des Amerikaners Garth Stein. Ich stehe eigentlich nicht so auf Tierromane. Einzig „Shaun, das Schaf“ lasse ich – bislang – als (Hör)Buch gelten. Umso erstaunlicher, dass ich bei allen drei Hundebüchern geheult habe. Alte treue Hundchen – für die schlägt nun mal mein Herz. Aber jetzt will ich die Ohren spitzen, und auf Kläffer hören. Mal sehen, ob ich bald auch eine Geschichte finde, in der ein bellender Hund eine neue Wendung im Roman ankündigt.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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