Zierhörner?

Der Steinbock hat sie zweifellos, ebenso der Aries, Widder, der ebenfalls im Sternenhimmel über uns schwebt und gedrechselte Hörner am Kopf trägt. Der Steinbock aber ist ein Capricorne, dabei weder mit Caprifischern verwandt noch mit Popcorn. Ich für mich übersetze Capricorn mit „kapriziös“, auch wenn das unüblich ist und alle Astrologen darauf verweisen, dass die Steinbockfrau vielmehr ehrgeizig, elegant und durchsetzungsbewusst ist. Eleganz mit Hörnern? Die vom Aries drehen sich ja anmutig um sich selbst, stehen damit nicht so hoch ab und können Hüte gut balancieren. Der Steinbock dagegen kann mit Hüten nicht. Da passt allerhöchstens ein Gesteck auf die Stirn. Aber egal, ob gedreht oder im weiten Bogen ausschwingend, schwer sind sie, die Hörner, und da muss ein stämmiger Körper drunter, sonst wird’s nix. Ob ich deswegen oft Kopfschmerzen habe? Oder sind es doch Antennen ins Unbekannte? Mit Telefonbuch auf dem Kopf läuft es sich ja nach viel Üben auch elegant. Hör-nerren-röH (vom Kopf aus einmal mehr nach links, einmal mehr nach rechts)… –  aus der Handtasche geholt, können auch noch in ganz anderen Momenten Eindruck schinden. Nur abends, im Bett auf dem Kissen, – was ein Glück, dass ich im Deszendent Fisch bin.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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