Dreh dich um!

Hätte ich am liebsten dem alten Herrn mit dem sehnsuchtsvoll blauen Blick zugerufen. Dreh dich um, und du wirst sehen, wie Du da raus kommst! Klar, so ganz ohne Körper wäre das immer noch schwierig – und wie man aus einer Glasvitrine ausbricht, weiß ich auch nicht. Aber der Rettungsplan an der Wand hat vielleicht auch dafür eine Lösung. Nach vorne schauen, dachte ich dann auf dem Weg nach Hause, ist meist die beste Lösung. Vor allem, wenn man auf einem Fahrrad unterwegs ist. Aber ein Blick über die Schultern kann helfen, wenn man im Glashaus festsitzt. Das ist manchmal ein unerfreuliches Unterfangen, vor allem, wenn der Nacken steif geworden ist. Dreh dich um! Kein Weg geht nur geradeaus.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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